Presse-Echo

Maria Sibylla Merian-Gesamtschule – das Presse-Echo

Presse-Echo zu 25 J. MSM
Jubiläum der Schule

Jubiläum 25 Jahre MSM

WAZ | 08.02.2019 | Seite 28

Treffen der Gesamtschüler

Die ersten Abiturzeugnisse wurden an der Maria Sibylla Merian-Gesamtschule im Jahr 1997 ausgestellt. 22 Jahre später sahen sich neun dieser Abiturienten beim ersten Ehemaligentreffen wieder. Doch nicht nur sie, sondern mehr als 220 ehemalige Absolventen und Lehrer trafen sich in der Mensa, um bei Kaffee und Kuchen nicht nur über die alten Zeiten zu plaudern. Wiedersehensfreude, interessante Gespräche und Gelächter sorgten für eine tolle Stimmung. „Eine Veranstaltung, die dem regelmäßig stattfinden soll“, so Lehrerin Sabine Jansen.

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WAZ | 08.02.2019 | Seite 28

Thema „Europa“ in der Oberstufe

Projekttag mit Podiumsdiskussion an der Maria Sibylla Merian-Gesamtschule.
Schüler fragen Politiker nach Klimaschutz, Flüchtlingspolitik und Finanzierung
Artikel von Ellen Wiederstein, WAZ
Westenfeld. Politische Bildung gehöre in die Schule, ohne parteipolitisch zu sein. So erklärt Daniela Kessler, Oberstufenleiterin an der Maria Sibylla Merian-Gesamtschule, den Anspruch. Und damit auch den Grund der Schule, einen Projekttag mit Podiumsdiskussion zum Thema „Europa“ mit Politikern auszurichten. Am Donnerstagmittag sind rund 300 Oberstufenschüler in der Mensa zusammengekommen, um die Diskussion nicht nur interessiert zu verfolgen, sondern auch mitzugestalten.
Auf dem Podium vertreten waren Dennis Radtke, Bochumer CDU-Europaabgeordneter, Serdar Yüksel, SPD-Landtagsabgeordneter, Léon Beck, Bochumer FDP, und Frithjof Schmidt, einst Europaabgeordneter der Grünen. Es moderierte Marc Schulte (WDR).
In Workshops hatten die Schüler zuvor Fragen erarbeitet. Ihnen ging es um Themen wie „soziale Gerechtigkeit“, „Flüchtlingspolitik“, „Klimaschutz“ oder auch „warum Deutschland so viel Geld in die EU einbezahlt, aber die deutschen Schulen marode und schlecht ausgestattet sind“. Auch der „Brexit“ oder die finanziellen Hilfsmaßnahmen für Griechenland standen auf der Liste.
Rund 300 Oberstufenschüler haben die Podiumsdiskussion mit den Politikern, vorne im Bild Frithjof Schmidt (Grüne), verfolgt und mitgestaltet.  Foto: Gero Helm

Große Meinungsdiskrepanzen gab es bei den Politikern nicht. Alle stellten heraus, dass Europa nur funktionieren können, wenn die Länder zusammenhalten. Was, so hakten die Schüler nach, schon in Sachen Aufnahme von Flüchtlingen nicht funktioniere. Dazu Yüksel (SPD): „Was in Europa fehlt, ist eine gemeinsame Außenpolitik. 28 Länder unter einen Hut zu kriegen, ist schwierig. Wenn sich 27 Länder einig sind und nur eines nicht mitmacht, kann ein Beschluss kippen.“ Radtke (CDU): „Die Solidaritat hier ist beschämend, aber es gibt kein Instrument, um etwa Ungarn zu zwingen, Flüchtlinge aufzunehmen.“ Schmidt (Grüne): „Es gibt nur die Möglichkeit, dass diese Länder weniger Mittel zugewiesen bekommen.“

In Sachen Klimaschutz lobten die Schüler den Einsatz der schwedischen Umweltaktivistin Greta Thunberg. Yüksel: „Wenn wir etwas für das Weltklima tun wollen, geht das nur, wenn Europa zusammenarbeitet.“ Insgesamt zogen die Schüler eine positive Bilanz des Projekttages und der Podiumsdiskussion. Jetlira Muharremi (18), Klasse 12, findet es „toll, dass unsere Schule so eine Diskussion anbietet.“ Christina Behrend (18), Klasse 13, merkte an, dass manche Wortbeiträge der Politiker zu lang gewesen seien. Und: „Man soll uns nicht unterschätzen, wir wissen, was Frontex ist.“

 

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Foto: Gero Helm


  Der Zirkus der Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule präsentiert sein Gala-Programm. Über 30 Darbietungen begeistern in der ausverkauften Halle.

Wer sich diesen Abend in die Erinnerung ruft, vergisst, dass es die Halle im Sportzentrum an der Lohackerstraße war. Scheinwerfer, Musik, Akrobatik, Artistik, proppenvolles Haus und immer wieder weit aufgerissene Augen und offene Münder vor lauter Staunen: Mit der Gala „abgehoben“ hat „Watt’n Zirkus“ die Messlatte ganz hoch gelegt. Über 30 Darbietungen hat die Truppe der Wattenscheider Gesamtschule diesmal gestemmt, mit unglaublichem Können und Leidenschaft.

 

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Foto: Uli Kolmann


Presse-Echo zum Jubiläum unserer Schule

Artikel und Fotos von Benjamin Hahn, Ruhr Nachrichten

Wattenscheider Erfolgsgeschichte Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule wird 25

BOCHUM 25 Jahre alt, aber kein bisschen angestaubt – so präsentierte sich die Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule (MSM) am Freitag beim Festakt zum offiziellen Schuljubiläum. Doch obwohl während des Festakts vor allem die Erfolge der Schule im Vordergrund standen, wurde auch an die zukünftigen Herausforderungen erinnert.

  • Die Zirkusgruppe der Gesamtschule präsentierte einige Kunststücke.
    Die Zirkusgruppe der Gesamtschule präsentierte einige Kunststücke. Foto: Benjamin Hahn

 

Für Bernd Röttgers steht es außer Frage, dass sich die Schule seit ihren Anfangstagen sehr zum Positiven verändert hat. Der Musiklehrer ist an der Wattenscheider Schule einer der wenigen Lehrer der ersten Stunde, die auch heute noch im Dienst sind. An den Job kam er damals eher zufällig: „Ich hatte mich auf einige freie Stellen beworben und bekam dann die Stelle an der damals neu gegründeten Gesamtschule“, berichtet er. Für den Lehrer eine große Herausforderung, wie er offen zugibt: „Wir hatten nicht für jedes Problem eine Lösung und mussten oft improvisieren.“

Trotzdem gelang es ihm und seinen Kollegen die Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule in den folgenden Jahren als ein wichtiges schulisches Standbein in Wattenscheid zu etablieren. Daran hat nicht zuletzt die musische Ausrichtung der Schule ihren Anteil, zu deren Höhepunkt der schuleigene Zirkus gehört. Dass dessen Bedeutung nicht zu unterschätzen sei, betont „Zirkusdirektor“ Jürgen Furmaniak.

Artistisches Programm

Der Lehrer, der nach eigener Aussage „lieber mit dem Zirkus arbeitet als Englisch zu unterrichten“, sieht in dem artistischen Programm die Möglichkeit, den Kindern und Jugendlichen zu mehr Selbstvertrauen zu verhelfen: „Der Applaus nach den Auftritten ist ein direktes, positives Erlebnis. Das stärkt das Selbstwertgefühl unserer Schüler“, sagt er.

25 Jahre Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule

Doch auch jenseits des Zirkus‘ darf die Schule stolz auf ihre Erfolge sein. Dafür sind auch Mohammed und seine drei Geschwister ein Beweis. Der türkischstämmigen Familie Kars war es immer wichtig, gut in Deutschland integriert zu sein. Deshalb war sie sehr an der richtigen Ausbildung ihrer Kinder interessiert. Mit der MSM fand die Familie eine Schule, die sich als geeignet erwies.

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Jubiläumsfeier der MSM

Gut gefördert

Das empfindet Mohammed Kars auch heute noch so: „Das Verhältnis zwischen den Schülern und Lehrern war immer sehr gut. Wir fühlten uns gut gefördert“, sagt er. Dass das keine bloße Behauptung ist, beweist sein weiterer Werdegang nach dem Abitur. Denn wie auch seine drei älteren Geschwister, besucht auch Mohammed Kars heute eine Universität, wo er Wirtschaftswissenschaften studiert.

Für die bei der Jubiläumsfeier anwesenden Politiker sind solche Erfolgsgeschichten natürlich ein schlagkräftiger Beweis für die Sinnhaftigkeit des Gesamtschulkonzepts. Daran lässt auch SPD-Bundestagsabgeordneter Axel Schäfer keinen Zweifel, der seinen eigenen Sohn bei einer Querenburger Gesamtschule anmeldete. Dennoch nutzte er die Gelegenheit, um daran zu erinnern, dass die Ausgaben für Bildung trotz sinkender Schülerzahlen deutlich erhöht werden müssten.

Zweistündige Feierstunde

Damit sprach er vielen Lehrern aus dem Herzen, wie auch Schulleiter Martin Breuer betonte: „Wenn wir über eine bessere Ausstattung reden, dann meinen wir damit zwar auch Sachmittel, aber allen voran Personal.“ Die mangelnde Ausstattung mit Sachmitteln könne zur Not auch kreativ ausgeglichen werden, sagte er und spielte damit auf ein Projekt in den Oberstufenklassen an, bei dem bereits jetzt einzelne Lehreinheiten medial durch die Arbeit mit Smartphones unterstützt werden.

Ebenfalls nicht unerwähnt blieb während der rund zweistündigen Feierstunde die Einbindung behinderter Menschen in den Unterricht. Wie diese Inklusion genannte Aufgabe bewältigt werden soll, ist für viele Lehrer noch nicht ganz klar – stellen will man sich ihr an der MSM aber auf jeden Fall.